Gefangenenmagazin Ulmer Echo

Wer und was ist das Ulmer Echo?

Seit 1974 erscheint justizunabhängig in der JVA Düsseldorf (der Volksmund nennt sie Ulmer Höh´) das Magazin Ulmer Echo. Ungewöhnlich, dass eine Zeitung in einer JVA so lange regelmäßig erscheint. Erst recht verwundert es für eine Untersuchungshaftanstalt mit ihrer üblichen Fluktuation. Noch mehr werden Sie sich wundern über Qualität und Aufmachung der Artikel!

Das Ulmer Echo  ist Information aus erster Hand: Betroffene berichten und schreiben über das Leben hinter den Mauern, hinter die normalerweise kein objektiver Blick gelingt. Dabei bleibt das Ulmer Echo nicht beim Beschreiben stehen, sondern geht Phänomenen auf den Grund und reflektiert Hintergründe.

Ulmer Echo, das ist Information, Austausch und Diskussion für inhaftierte Menschen. Ulmer Echo bedeutet aber genauso und immer schon Information für Menschen “draußen”. Heute gehen 1.200 bis 1.700 Hefte jeder Ausgabe an interessierte LeserInnen außerhalb der Mauern, darunter rund 1.240 feste Abos.

Wer ist die Redaktion?

Die Redaktion wird von zwei Inhaftierten gebildet. Dazu gehört die Recherche, das Schreiben der Artikel einschl. Korrektur sowie das Erstellen des Layouts, bis hin zum Drucken, Legen, Binden und Versenden der Ausgaben, sowie das Aktualisieren, Erweitern und Pflegen des Internet Angebots.

Vor jeder neuen Ausgabe wird im Konsens mit dem Herausgeber das jeweilige Schwerpunktthema erarbeitet, das dann inhaltlich reflektiert wird.

Die Räumlichkeiten – Redaktion und Druckraum – werden von der Justiz gestellt, alle weiteren Arbeitsmittel wie Papier, Computer, Drucker etc. finanziert der Katholische Gefängnisverein.

Wer ist Herausgeber?

Im Gegensatz zu allen anderen westdeutschen Gefangenenzeitungen, bei denen die Anstaltsleitung als Herausgeber zeichnet und damit in der Regel eben auch kontrolliert und zensiert, wird das Ulmer Echo von einem hiesigen Gefängnisseelsorger herausgegeben.

Alle Ausgaben Ulmer Echo finden Sie im Archiv

Aktuell erscheint keine Ausgabe des Ulmer Echos!