Der Katholische Gefängnisverein geht zum SKFM!

Schweren Herzens und doch voller Hoffnung für die Zukunft haben die Mitglieder des Katholischen Gefängnisvereins den Beschluss gefasst, den Verein aufzulösen und unsere Aufgaben auf den Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Düsseldorf e.V. (SKFM) zu übertragen.

Damit geht eine über hundertdreißigjährige Geschichte eines christlich motivierten Engagements zugunsten von Inhaftierten und deren Angehörigen in Düsseldorf zu Ende. Ursache dafür ist nicht etwa ein Mangel an Menschen, die sich für Gefangene einsetzen wollen; es sind vor allem die immer komplexeren rechtlichen Rahmenbedingungen, dien sich zunehmend nur noch in professionellen Strukturen bewältigen lassen.

Der Katholische Gefängnisverein stand für den Gedanken der Resozialisation, der konstruktiven Bewältigung von Schuld, der gesellschaftlichen Verantwortung für einen humanen Strafvollzug, für das Bauen von Brücken zwischen Drinnen und Draußen.

Alle diese Ideen sind nach wie vor lebendig und hochaktuell; alle diese Ideen sehen sich aber auch nach wie vor dem Widerspruch, zumindest der Skepsis ausgesetzt.

Von daher ist es wichtig: das Engagement geht unter veränderten Vorzeichen weiter. Der SKFM arbeitet seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit dem Gefängnisverein zusammen. Er verfügt über die professionellen Strukturen und die Ressourcen, die Arbeit des Gefängnisvereins fortzusetzen. Er handelt wie wir aus christlicher Überzeugung in katholischer und ökumenischer Offenheit für alle Menschen guten Willens. Er ist wie wir in Düsseldorf verwurzelt.

Der SKFM übernimmt unsere beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und bietet der Beratungsstelle schon seit dem 1. März in seinen Räumlichkeiten in der Charlottenstraße eine neue Heimstatt.

So verbinden sich mit dem Neuanfang auch echte Chancen: Die neue Beratungsstelle befindet sich dort, wo sich viele Haftentlassene gerne aufhalten. Sie bietet die Möglichkeit, Klienten unkompliziert zu geschulten Fachberatern für Suchtproblematiken, für Schuldenprobleme, für Ehe und Familie etc. weiterzuvermitteln.

Der SKFM übernimmt mit den Aufgaben dabei auch ein wirtschaftliches Risiko, denn es wird immer schwieriger, öffentliche Mittel für soziale Projekte zu erhalten. Von daher appellieren wir an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, Spenderinnen und Spender: bleiben Sie der katholischen Gefangenenfürsorge auch unter neuen Vorzeichen verbunden und unterstützen Sie sie finanziell und ideell!

Sofern ab dem 01.04.2026 noch Spenden auf unserem Konto eingehen sollten, werden wir diese an den SKFM weiterreichen, der sie gezielt im Sinne der Gefangenenfürsorge verwenden will. Von dort erhalten Sie dann auch ein Spendenbescheinigung und das Angebot, den gespendeten Betrag umgehend zurückzuerhalten, wenn kein Einverständnis mit einer Verwendung durch den SKFM besteht.

Mit herzlichen Grüßen

Der Vorstand