Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde und Förderer des Gefängnisvereins,

das Jahr 2021 geht zu Ende, und die Corona-Pandemie beherrscht unser Leben nun schon seit fast zwei Jahren. Aus Rücksicht auf andere und auf uns selbst müssen wir nach wie vor auf Abstand bleiben und Kontakte einschränken. Es gab und gibt einschneidende Einschränkungen, wie Maskenpflicht und Ausgangssperren.

Wir können sagen, dass die Menschenfamilie gerade eine Situation erlebt, für die wir alle bisher keine Vorerfahrungen haben und mit der wir lernen müssen zurechtzukommen. Viele Unternehmen fürchten nach wie vor um ihre Zukunft.

Kinder und junge Menschen sind stark von den Veränderungen betroffen und werden in ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Familien sind stark belastet, weil sie den Spagat zwischen Kinderbetreuung, homeschooling und Arbeit bewältigen mussten und womöglich bald wieder müssen.

In wenigen Wochen feiern wir das Weihnachtsfest; für viele das Familienfest schlechthin. An Weihnachten begegnet uns das Bild einer perfekten, eben der „Heiligen Familie“. Doch das Leben der Familie ist alles andere als beschaulich und harmonisch. Die Geburt im Stall unter erbärmlichen Verhältnissen, dann die Flucht nach Ägypten, und auch später gibt es Spannungen, wie die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel zeigt. Das Familienleben war und ist nicht einfach, das wird auch schon an der Familie Jesu deutlich.

Auch in der JVA soll den Familien der Inhaftierten eine größere Bedeutung gegeben werden und der Vollzug familienfreundlicher werden. Das Land Nordrhein- Westfalen hat ein Konzept für Mindeststandards einer familiensensiblen Vollzugsgestaltung erstellt. Kinder leiden besonders unter der Inhaftierung ihrer Eltern, weshalb die sozialen Kontaktmöglichkeiten von Kindern zu ihren inhaftierten Eltern verbessert werden sollen. Familie auch hier ein wichtiges Thema, aber auch ein schwieriges Thema.

Der katholische Gefängnisverein möchte sich zukünftig auch wieder stärker im Bereich der Familienarbeit engagieren. Viele unserer Inhaftierten leiden sehr unter der Trennung von ihrer Familie. In der Vergangenheit gab es bereits das Angebot der Familientage, doch sollen neue Angebote entstehen und diesbezüglich wollen wir auch die aufsuchende Sozialarbeit intensivieren.

Wir möchten uns ganz herzlich für all Ihre Unterstützung in Form von Geld- und Sachspenden, aber auch für Ihr begleitendes Gebet bedanken und würden uns freuen, wenn Sie uns auch weiterhin unterstützen. Nur durch Ihre Hilfe ist es möglich, den Inhaftierten gerade am Weihnachtsfest etwas Gutes zu tun, damit auch für sie die Geburt Christi zum Festtag wird. Dank Ihrer Geld- und Sachspenden geht die Arbeit im Katholischen Gefängnisverein weiter, können wir bei schweren Einzelschicksalen Hilfe anbieten und wird der Haftalltag etwas menschlicher.

Die herbeigeeilten Hirten bestaunten im Licht des Sterns von Betlehem das neugeborene Christuskind im Schoß der Familie.

Lassen wir uns von der Botschaft des Weihnachtsfestes anrühren und lernen wir von den Kindern das Staunen wieder neu.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2022.

Der Vorstand

Dr. Martin Laufen, Holger Odenthal, Peter Saurbier

sowie die Hauptamtlichen

Brigitte Fey, Markus Burger, Ralph Hanke, Pfarrer Mykola Pavlyk, Pfarrer Reiner Spiegel

Theo Bögemann, Geschäftsführer

 

 

Sie können uns unterstützen durch:

  • Sachspenden: (z.B. fremdsprachiger Lesestoff, Spiele, Malutensilien, Gitarren, Materialien zur Selbstbeschäftigung) Sprechen Sie am besten telefonisch oder per E-Mail mit uns ab.
  • Geldspenden: Für unsere Beratungsstelle, für Familien und Kinder, für unsere laufenden Ausgaben, u.a. für Personal und Sachausgaben
  • Mitglied im Gefängnisverein: Sie werden Mitglied im Katholischen Gefängnisverein Düsseldorf e.V. mit einem Jahresbeitrag von z.Zt. Euro 20,-.

Für Überweisungen benutzen Sie bitte unser Konto:
Kath. Gefängnisverein D-dorf
IBAN DE82 3005 0110 0010 1921 77
(BIC DUSSDEDDXXX, Stadtsparkasse Düsseldorf)